Der Strukturprozess ekhn 2030
Der Struktur- und Reformprozess ekhn 2030 der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) reagiert auf den gesellschaftlichen Wandel. Ziel ist es, durch engere Kooperation Ressourcen zu bündeln, um trotz sinkender Mitgliederzahlen eine lebendige Kirche vor Ort zu bleiben.
Der Nachbarschaftsraum Büdingen
Ein zentrales Element dieses Prozesses ist die Bildung von Nachbarschaftsräumen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist unser Nachbarschaftsraum Büdingen. Zu ihm gehören die evangelischen Kirchengemeinden:
- Aulendiebach
- Büdingen (mit den Orten Calbach und Orleshausen)
- Düdelsheim
- Herrnhaag
- Rohrbach
- Wolf
In diesem Raum arbeiten die Gemeinden bereits eng zusammen, teilen sich ein multiprofessionelles Team (Pfarrpersonen, Gemeindepädagogin, Kirchenmusikerin) und planen Angebote gemeinsam.
Der nächste Schritt: Die Gesamtkirchengemeinde ab 2027
Ein entscheidender Meilenstein für diesen Nachbarschaftsraum steht bevor: Ab dem 01.01.2027 schließen sich diese Gemeinden zu einer Gesamtkirchengemeinde zusammen.
Was ist eine Gesamtkirchengemeinde?
Im Gegensatz zu einem lockeren Kooperationsraum ist eine Gesamtkirchengemeinde eine engere Rechtsform innerhalb der EKHN:
- Ein gemeinsamer Kirchenvorstand: Statt dass jede Gemeinde ihren eigenen Kirchenvorstand (KV) wählt und verwaltet, gibt es ab 2027 nur noch einen zentralen Kirchenvorstand für den gesamten Raum Büdingen. Dieser trifft die strategischen und finanziellen Entscheidungen für alle beteiligten Orte.
- Rechtliche Einheit: Die bisherigen Einzelgemeinden geben einen Teil ihrer rechtlichen Selbstständigkeit auf, um als eine große Einheit (Körperschaft des öffentlichen Rechts) zu agieren.
- Bündelung der Verwaltung: Finanzen, Bauangelegenheiten und Personalverwaltung werden zentral gesteuert. Das entlastet die Ehrenamtlichen vor Ort von bürokratischen Aufgaben.
- Erhalt der Identität: Auch wenn es rechtlich nur noch eine Gemeinde gibt, bleiben die Kirchtürme und die Identität in den einzelnen Orten (wie Wolf oder Düdelsheim) erhalten. Die Gottesdienste und das Gemeindeleben finden weiterhin vor Ort statt, werden aber aus einem gemeinsamen Topf koordiniert.
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